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Corona - Aktuelle Informationen

Startschuss für Kreisimpfzentrum in Mönsheim am 22. Januar - Mobiles Impfteam ist ebenfalls im Einsatz

PRESSEMITTEILUNG
27 / 2021

ENZKREIS. Ab sofort können nicht nur bei den Zentralen Impfzentren des Landes (kurz: ZIZ), sondern auch in den Kreisimpfzentren (KIZ) Termine vereinbart werden. KIZ gibt es unter anderem in der Appenberg-Sporthalle in Mönsheim und in der St. Maur-Halle in Pforzheim. Der Impfstoff wird in den ersten Wochen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen; entsprechend wenige Termine sind derzeit freigeschaltet.

Was hat es mit den Mobilen Impfteams (kurz: MIT) auf sich?

Jedem KIZ sind Mobile Impfteams angegliedert. Sie sollen sogenannte vulnerable (also besonders gefährdete) Bevölkerungsgruppen vor Ort impfen, zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen. Jedes Team besteht aus einem Arzt, einer medizinischen Fachangestellten, einer Verwaltungskraft und einem Fahrer, der von einer Hilfsorganisation gestellt wird.

Der Enzkreis wird mit dem Start des KIZ am 22. Januar auch ein MIT zur Impfung in Alten- und Pflegeheime entsenden. Allein im Enzkreis gibt es davon 27, in denen rund 1.800 Menschen leben. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, wird ein zweites MIT eingesetzt.

Kann mich ein MIT zu Hause impfen?
Das ist derzeit noch nicht möglich. Da die Menschen in Alten- und Pflegeheimen ein um ein Vielfaches höheres Risiko haben, 

sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, sollen sich die MIT zunächst um diesen Personenkreis kümmern.

Vor allem aber stellen aufsuchende Impfkonzepte besondere Anforderungen an Ausstattung und Logistik. Insbesondere muss eine durchgehende Kühlung des Impfstoffs garantiert werden.

Allerdings ist vorgesehen, dass die Mobilen Impfteams auch in ambulanten Wohnformen wie betreutem Wohnen impfen können, wenn sie in einer stationären Pflegeeinrichtung, die sich im gleichen Gebäudekomplex befindet, impfen.

Wie komme ich, wenn ich einen Termin habe, zum KIZ?

Das Kreisimpfzentrum ist an allen Ortseingängen der Gemeinde Mönsheim sowie an der Autobahn-Anschlussstelle Heimsheim ausgeschildert. Mit dem ÖPNV ist das Impfzentrum gut erreichbar.

Derzeit wird überlegt, wie mobilitätseingeschränkte Menschen zu den KIZ kommen können. In einigen Gemeinden haben sich dafür ehrenamtliche Gruppen gebildet, die einen Fahrdienst anbieten. Bei mobilitätseingeschränkten Menschen, insbesondere mit einem Schwerbehindertenausweis „aG“, „Bl“ oder „H“, werden voraussichtlich die Krankenkassen die Kosten für ein Taxi übernehmen. Für stark eingeschränkte Menschen kommt auch ein Krankentransport wie zum Arzt- oder Facharztbesuch infrage. Zum Nachweis des medizinisch erforderlichen Transportmittels bedarf es in jedem Fall einer entsprechenden Verordnung der behandelnden Arztpraxis.

Weitere Informationen
Alles Wissenswerte zu den Impfzentren und zum Impfen allgemein findet sich auf der Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de/corona. Wer Fragen hat, kann sich auch an die Hotline unter Telefonnummer: 07231 308-6850 oder per Mail an corona@enzkreis.de wenden.

Startschuss für Kreisimpfzentrum in Mönsheim am 22. Januar - Terminvergabe ab sofort möglich

PRESSEMITTEILUNG
26 / 2021

ENZKREIS. Ab sofort können nicht nur bei den Zentralen Impfzentren des Landes (kurz: ZIZ), sondern auch in den Kreisimpfzentren (KIZ) Termine vereinbart werden. KIZ gibt es in der Appenberg-Sporthalle in Mönsheim und in der St. Maur-Halle in Pforzheim. Bürgerinnen und Bürger aus dem Enzkreis können jedoch weiterhin im ZIZ oder in einem der umliegenden KIZ einen Impftermin vereinbaren, zum Beispiel in Karlsruhe, Ludwigsburg oder Sulzfeld. Der Impfstoff wird in den ersten Wochen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen; entsprechend wenige Termine sind derzeit freigeschaltet.

Wer ist derzeit impfberechtigt?

Die Bundesregierung hat festgelegt, wer zuerst geimpft werden soll: Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben sowie Menschen, die in stationären Einrichtungen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort tätig sind sowie Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen betreuen.

Der Grund: Wer in einem Alten- und Pflegeheim lebt, hat ein um ein Vielfaches höheres Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren. Eine detaillierte Auflistung der derzeit bevorzugt geimpften Personengruppen findet sich auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de.

Wie funktioniert die Terminvereinbarung genau?

Termine für die Erst- und Zweitimpfung können ausschließlich zentral vereinbart werden: online auf der zentralen Plattform www.impfterminservice.de, über die App 116117 oder telefonisch unter der bundesweiten Nummer Telefonnummer: 116117. Es ist nicht möglich, direkt im KIZ in Mönsheim oder beim Landratsamt einen Termin auszumachen.

Der Grund: Es soll ein gerechter Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg garantiert werden. Zudem sind die Termine immer davon abhängig, wie viel Impfstoff zur Verfügung steht – und den liefert das Land.

Landrat Bastian Rosenau bittet um Verständnis und Geduld: „Wir sind optimistisch, dass bald ausreichend Impfstoff vorhanden ist und in absehbarer Zeit jede und jeder geimpft werden kann, die oder der das möchte.“

Wie haben die KIZ geöffnet?
Unterschiedlich. Das KIZ in Mönsheim wird an 7 Tagen in der Woche geöffnet sein, in der Anfangszeit allerdings aufgrund der geringen verfügbaren Impfstoffmenge nur von 14 bis 17 Uhr. Mit Steigerung der verfügbaren Impfstoff-Menge werden die Öffnungszeiten und die Anzahl der vergebenen Termine erhöht. In jedem Fall darf das KIZ nur betreten, wer einen Termin hat.

Was kostet die Impfung im KIZ?
Die Impfung ist kostenlos, unabhängig vom Versicherungsstatus. Die Kosten werden vom Bund übernommen.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?
Impfpass, Krankenversichertenkarte (sofern vorhanden), Ausweisdokumente (wichtig z.B. für den Nachweis des Alters), dazu eventuell eine Impfberechtigung (Bescheinigung des Arztes bzw. Arbeitgebers) und eine ärztliche Bescheinigung über etwaige Vorerkrankungen. Wer möchte, kann schon vorher auf der Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de/Kreisimpfzentrum das Aufklärungsmerkblatt

Corona-Schutzimpfung

Der Gemeindetag Baden-Württemberg hat seine Mitgliedsgemeinden bezüglich der Corona-Schutzimpfung 2021 informiert:

Ministerium für Soziales und Integration (SM):
Inbetriebnahme von Kreisimpfzentren (KIZ) am 22.01.2021

Das SM informiert, dass die KIZ am 22.01.2021 - nicht wie ursprünglich geplant am 15.01.2021 - ihren Betrieb aufnehmen werden. Grund hierfür sind die Impfstofflieferungen durch den Bund. Das Land erwartet am 19.01.2021 die nächste Impfstoff-Lieferung, jedes KIZ kann daraus mit 975 Impfdosen beliefert werden.

Die Termine für Impfungen in den KIZ können ab 19.01.2021 über die Hotline Telefonnummer: 116 117 oder online über www.impfterminservice.de
vereinbart werden. Nähere Informationen können über die Website des Sozialministeriums abgerufen werden

Allgemeines Informationsmaterial zur Impfkampagne

Der Gemeindetag Baden-Württemberg teilt seinen Mitgliedsgemeinden mit, dass u. a. auf den nachfolgenden Internetseiten weitere Informationen über die Corona-Schutzimpfung abgerufen werden können:

Land Baden-Württemberg:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/

Bundesministerium für Gesundheit:
www.corona-schutzimpfung.de

Hier können sowohl Bürger*innen als auch Fachpersonal sich für einen Newsletter-Infoservice anmelden, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ihre Gemeindeverwaltung

Corona-Übersichten des Staatsministeriums für Weihnachten & Silvester.

Corona-Übersichten des Staatsministeriums für Weihnachten & Silvester

Weiterhin gültig und besonders wichtig:

Abstand halten

Hygiene praktizieren

Alltagsmaske tragen

Corona-App nutzen

regelmäßig lüften

hier die Übersicht für Weihnachten und Silvester (PDF)

An den Weihnachtsfeiertagen: Bei Corona-Krankheitssymptomen ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen

PRESSEMITTEILUNG

ENZKREIS/PFORZHEIM. Bei Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten oder Atemnot sollten sich Betroffene an den Weihnachtsfeiertagen, an ihren Hausarzt oder über die Telefonnummer 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Darauf weist das Gesundheitsamt hin, das sowohl für Bürgerinnen und Bürger des Enzkreises als auch der Stadt Pforzheim zuständig ist.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Brigitte Joggerst, bittet eindringlich, die Notaufnahmen der Krankenhäuser in der Region nicht zusätzlich zu belasten: „Gehen Sie auch an den Feiertagen in keinem Fall unangemeldet in eine der Kliniken. Sollte ein begründeter Corona-Verdachtsfall vorliegen, wissen die diensthabenden Ärzte des Bereitschaftsdienstes, was zu tun ist. Sollte es medizinisch geboten sein, können sie Erkrankte an eine der Schwerpunktpraxen oder die diensthabende Infekt-Ambulanz weitervermitteln.“

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen finden sich aktuell auf der Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de/corona.

 

Corona-Pandemie – Erneute Schließung Rathaus

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert in Bezug auf Covid-19-Erkrankungen ist mittlerweile auch im Landkreis Enzkreis über 200 Fällen/100.000 Einwohner gestiegen und die Infektionslage im Landkreis scheint diffus zu sein.

Aus diesem Grund wird ab Montag, den 14. Dezember 2020 bis auf Weiteres das Rathaus Neuhausen erneut für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Mit dieser Maßnahme sollen direkte persönliche Kontakte, auch zwischen den Rathausbesucher*innen, reduziert werden.

Unsere Mitarbeiter*innen sind jedoch in der Regel weiterhin an ihrem Arbeitsplatz, damit der Dienstbetrieb soweit wie möglich aufrecht erhalten bleibt.

Die Anliegen unserer Mitbürger*innen werden nun wieder telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bearbeitet.

Persönliche Termine sind nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Besucher*innen des Rathauses werden darum gebeten, zuerst über die im Mitteilungsblatt und auf unserer Homepage veröffentlichte Telefonnummern mit der zuständigen Abteilung Kontakt aufzunehmen.

Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis und Ihre Geduld!

Ihre Gemeindeverwaltung

Steigende Corona-Fallzahlen: Eine einfache Erklärung gibt es nicht

PRESSEMITTEILUNG

ENZKREIS/PFORZHEIM. Der Enzkreis steht bei nahezu 200 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, in Pforzheim sind es sogar deutlich über 300: „Bei diesen hohen Zahlen schaffen wir es nicht, die Kontaktpersonen aller Infizierten zeitnah abzutelefonieren und zu isolieren, um eine unkontrollierbare Weiterverbreitung des Corona-Virus zu verhindern“, betont Dr. Brigitte Joggerst, Leiterin des Gesundheitsamts: „Wir müssen daher mit allen geeigneten Mitteln gegensteuern, um die aktuell sehr angespannte Lage in den Krankenhäusern der Region nicht weiter zu belasten.“

Warum aber, so fragen viele Bürgerinnen und Bürger, steigen die Corona-Zahlen trotz fünf Wochen „Lockdown light“ und strenger Maßnahmen in der Stadt weiterhin an? Welchen Sinn haben die Maßnahmen, und gibt es besondere Schwerpunkte im Stadt- und Kreisgebiet? Das Gesundheitsamt gibt Antworten auf einige dieser Fragen.

Gibt es Häufungen bei den Fallzahlen?

„In unseren Statistiken sehen wir keine geografischen Schwerpunkte“, sagt Joggerst. Die Fälle in den Kreisgemeinden entsprächen fast durchweg der jeweiligen Einwohnerzahl. „Es gibt zwar immer wieder einzelne Abweichungen, aber da dies wechselt, sehen wir kein erkennbares Muster“, so Joggerst. Zu einem ähnlichen Ergebnis war man kürzlich im Verwaltungsstab der Stadt Pforzheim gekommen: Auch dort gibt es keine erkennbare Häufung in einzelnen Stadtteilen.

Hingegen zeigen die Zahlen des Gesundheitsamts, dass inzwischen wieder ganz massiv Menschen über 80 infiziert sind: „Noch im Oktober waren sie unterdurchschnittlich betroffen, was die Fallzahlen in Bezug zur Gesamtzahl dieser Altersgruppe betrifft“, sagt Joggerst. Seit November hingegen stiege die Inzidenz hier deutlich an, nicht zuletzt durch Ausbrüche in mehreren Seniorenheimen in der Region. Aktuell seien etwa 15 Heime betroffen. „Diese Entwicklung sehen wir natürlich mit großer Sorge, denn gerade die Ältesten haben ja ein besonders hohes Risiko für schwere und tödliche Verläufe einer Erkrankung“, sagt Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter und Leiter des Enzkreis-Verwaltungsstabs.

Was ist mit den Jüngeren?

„Die 20- bis 29-jährigen waren im November überproportional vertreten“, berichtet Brigitte Joggerst – allerdings mit abnehmender Tendenz. Auch bei den Teenies zwischen 10 und 19 sei die Zahl nach einem Zwischenhoch Ende Oktober mittlerweile auf „Normalmaß“ zurückgegangen. Allerdings sei es möglich, dass der Rückgang zumindest zum Teil mit einer Änderung der Teststrategie zu tun habe: Seit Mitte Oktober werden bei einem Coronafall nicht mehr ganze Schulklassen in Quarantäne geschickt und getestet, sondern lediglich die direkten Nachbarn im Klassenzimmer.

Dennoch seien Schulen und Kitas wohl nicht die Hotspots der Pandemie, wie Joggerst erneut betont: Zwar gebe es positiv getestete Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an 18 Schulen in Pforzheim und im Enzkreis – jedoch handele es sich insgesamt um nur 30 Personen. Noch weniger betroffen seien die Kitas in der Region: Hier hat das Amt aktuell lediglich zwei Einrichtungen auf der Liste – mit jeweils einem Fall. Ungleich größer ist hingegen die Zahl der Kontaktpersonen: Fast 200 sind es bei den Schulen, knapp 20 bei den Kitas.

Warum wirken die Maßnahmen nicht?

„Wenn wir auf diese Frage eine schlüssige Antwort hätten, würden wir entsprechend handeln“, kommentiert Wolfgang Herz. Tatsache sei, dass der teilweise Lockdown im November die zweite Welle vermutlich verlangsamt habe, sie aber nicht brechen konnte. „Das ist für uns besonders bitter, weil wir den Menschen in der Region noch viel strengere Beschränkungen auferlegen müssen.“

Ob diese nun den erhofften Erfolg bringen, „werden wir erst Ende nächster Woche sehen“, erklärt Dr. Joggerst: „Alle Maßnahmen haben einen langen Bremsweg, denn sie können sich nur auf zukünftige Infektionen auswirken, nicht aber auf Menschen, die das Virus bereits in sich tragen.“ So geht das Robert Koch-Institut (RKI) davon aus, dass die Inkubationszeit von Covid-19 bei fünf bis sechs Tagen liegt. Werden Betroffene dann getestet, vergeht nochmals Zeit, ehe dem Gesundheitsamt ein positives Ergebnis vorliegt. „Entsprechend schlagen sich neue Infektionen erst nach etwa zehn bis vierzehn Tagen in den Fallzahlen nieder; und so lange dauert es daher auch, bis Maßnahmen Wirkung zeigen“, so Joggerst.

Erschwerend komme hinzu, dass Infizierte das Virus auch dann weitergeben können, wenn sie gar nichts über ihre Infektion wissen. „Bereits zwei Tage vor den ersten Symptomen sind die Menschen ansteckend – und bei nicht wenigen verläuft die Erkrankung so mild, dass sie gar nichts davon wahrnehmen“, erklärt die Ärztin.

Welchen Sinn hat eine Ausgangssperre im Dezember?

Das Virus verbreitet sich überall dort, wo Menschen zusammenkommen. Besonders hoch ist das Risiko, wenn sich Menschen ohne Abstand und Maske treffen, wie dies in der Regel bei privaten Treffen der Fall ist. „Daher sind Maßnahmen wie die derzeit in Pforzheim geltenden Ausgangssperre sinnvoll, denn sie sind ein Signal an die Bevölkerung, dass man sich auch im privaten Rahmen am besten nicht treffen soll“, sagt Wolfgang Herz. Denn die zentrale Botschaft sei: „Es kommt auf das Verhalten der Menschen an, nicht auf die Ausgangssperre, wenn wir die 7-Tage-Inzidenz möglichst rasch wieder unter den Schwellenwert von 50 drücken wollen.“

Was ist die „7-Tage-Inzidenz“ und wie wird sie berechnet?

„Inzidenz“ ist ein anderes Wort für „Fall“ (eigentlich „Vorfall“). Mit Inzidenz ist also eine bestimmte Zahl an Vorfällen gemeint. Die tägliche Zahl an Neuinfektionen wäre demnach eine 1-Tages-Inzidenz. Da dieser Wert jedoch größeren Schwankungen unterworfen ist, weil zum Beispiel sonntags nur wenige oder gar keine Tests durchgeführt werden, wird in Deutschland die Zahl der neuen Fälle über einen Zeitraum von 7 Tagen betrachtet. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hingegen rechnet mit den Zahlen für 14-Tage.

Um den Wert vergleichbar zu machen, wird diese Zahl mit der jeweiligen Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt, denn es macht einen großen Unterschied, ob ein Landkreis mit 50.000 Einwohnern 400 Fälle meldet oder eine Großstadt mit einer Million. Man spricht dann von der 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner. Die Formel lautet: Summe der Neuinfektionen der letzten 7 Tage, dividiert durch die jeweilige Einwohnerzahl und multipliziert mit 100.000.

Diese Berechnung wird jeden Tag neu durchgeführt; dabei wird die Zahl der neuen Fälle hinzuaddiert, dagegen fällt die Zahl von vor acht Tagen aus der Berechnung heraus. Wenn also vor acht Tagen eine besonders hohe Zahl zu Buche stand, kann es sein, dass die 7-Tage-Inzidenz heute sinkt, obwohl der heutige Wert höher ist als gestrige.

 

aktualisierte Corona-Verordnungen

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 30. November 2020

Link: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

Corona-Verordnung Absonderung – (CoronaVO Absonderung) vom 1. Dezember 2020

Link: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/uebersicht-corona-verordnungen/coronavo-absonderung/

Durchführungshinweise zur Schwerpunktaktion „Überprüfung der Quarantänepflicht

Mit Schreiben des Ministeriums für Soziales und Integration vom 01.12.2020 wurden die Ortspolizeibehörden (OPB) in Baden-Württemberg, i.d.R. die Gemeindeverwaltungen, darüber informiert, dass in der Zeit vom 09.12. bis einschließlich 10.12.2020 erneut eine landesweite Überprüfung der Quarantänepflicht in Verbindung mit dem Virus SARS-CoV-19 durch die OPD durchzuführen ist. Nachfolgende Durchführungshinweise des Ministeriums geben wir hiermit zur Kenntnis.

Bleiben oder werden Sie bald wieder gesund – Ihre Ortspolizeibehörde Neuhausen“

  

I. Rechtslage

Die präventive Überwachung der Einhaltung der Quarantäne, d.h. inwieweit die Be-troffenen sich tatsächlich in der eigenen Häuslichkeit aufhalten, ist Aufgabe der Orts-polizeibehörden (OPB). Aufgrund des hohen personellen und zeitlichen Aufwands er-folgen Kontrollen der Einhaltung der Quarantäne, sofern sie durchgeführt werden, stichprobenartig und überwiegend telefonisch.
Da die Aufgabe den OPB originär zugewiesen ist, besteht keine Zuständigkeit des Po-lizeivollzugsdienstes (PVD) zur präventiven Überwachung der Quarantänepflicht.

Zudem ist nach der CoronaVO Datenverarbeitung ein Zugriff seitens des PVD auf per-sonenbezogene Daten von Quarantäne-Maßnahmen betroffener Personen nur im Ein-zelfall unter engen Voraussetzungen zu abschließend definierten Zwecken erlaubt. Die Bekanntgabe personenbezogener Daten einer Vielzahl von im Rahmen der Schwer-punktaktion zu kontrollierenden Personen ist hiervon nicht umfasst.

Der PVD kann im Falle einer Quarantäneanordnung jedoch repressiv tätig werden, sofern ein Verstoß gegen die Quarantäneanordnung als Ordnungswidrigkeit/Straftat geahndet werden kann.

II. Zielrichtung

Die Schwerpunktaktion soll die Bevölkerung sensibilisieren, die Quarantäneanord-nung zu beachten und gleichzeitig deutlich machen, dass ein Verstoß gegen diese Anordnung bußgeldbewehrt ist und ggfls. sogar eine Strafanzeige nach sich ziehen kann.

III. Zielgruppe

Im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 kann eine Quarantäne auf unterschiedlichen Grundlagen beruhen; im Wesentlichen können zwei Zielgruppen unterschieden wer-den:
1. Infizierte und enge Kontaktpersonen mit einer Quarantäneanordnung nach § 30 IfSG bei SARS-CoV-2.
2. Reiserückkehrer, die der Quarantäneverpflichtung auf Grundlage der Anord-nungen des Bundes betreffend den Reiseverkehr nach Feststellung einer epi-demischen Lage von nationaler Trageweite unterliegen.

Die Schwerpunktaktion zielt primär auf die unter Ziffer 1 aufgeführten Personen ab.

IV. Maßnahmen

Die Ortspolizeibehörden führen vom 09. Dezember 2020 bis einschließlich 10. Dezember 2020 verstärkt Maßnahmen zur Überprüfung der Quarantänepflicht flächendeckend in Baden-Württemberg durch. Hierbei kommen sowohl telefonische Abklärungen
als auch Vor-Ort-Kontrollen in Betracht. Die Fallzahlen der Quarantänepflichtigen sind regional sehr unterschiedlich; Ziel der Maßnahmen sollte jedoch sein möglichst, alle Quarantäneanordnungen in dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich zu überprüfen

Auf Ersuchen kann der Polizeivollzugsdienst im Einzelfall die Maßnahmen der Ortspolizeibehörde zum Schutz der Bediensteten begleiten, sofern begründeter Bedarf besteht.

Darüber hinausgehende Maßnahmen sind nicht vorgesehen (bspw. Betreten einer Wohnung gegen den Willen des Betroffenen).

Der Polizeivollzugsdienst bringt die im Rahmen des täglichen Dienstes im Einzelfall bekanntgewordenen Verstöße gegen die Quarantänepflicht (bspw. durch Abfrage Rescuetrack unter den Voraussetzungen der Corona VO Datenverarbeitung) konsequent zur Anzeige.

Durchführungshinweis (PDF)