Ziele und Formen unserer pädagogischen Arbeit in der Kleinkindgruppe
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Die ersten Jahre im Leben eines Menschen legen den Grundstein für sein weiteres Leben und Lernen. Von uns Erwachsenen wird liebevolle Haltung und Fachkompetenz erwartet Kleinkinder auf ihrem Lebensweg und ihren Erkenntnisprozessen zu begleiten und sie in ihrer Welterkundung zu unterstützen.
Für unsere Gruppe gilt es, an der individuellen Bildungserfahrung anzuknüpfen, Selbständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit der Kinder zu fördern und ihnen eine anregungsreiche „Lern-Spiel-Umwelt“ zur Verfügung zu stellen.
Wir möchten:
Entdeckendes Lernen
Kinder unter Drei sind „Forscher in Windeln“, geben wir ihnen genügend Raum und Zeit, die Welt selbst zu entdecken.
Das heißt für uns:
Setzen wir an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder an, wird Lernen für sie bedeutsam. Das heißt für uns Erzieher:
· wir gestalten eine anregende Umgebung.
· Wir ermutigen und schenken Vertrauen.
· Wir bieten Gemeinschaft
· Wir greifen die Themen des Kindes auf und schaffen Herausforderungen
· Wir bieten einen Rahmen in Form von Regeln und Strukturen
· Wir sind Vorbild und geben emotionale Geborgenheit.
Bildungsbereiche
Unsere Bildungsbereiche orientieren sich am Bildungsplan Baden Württemberg
Kinder wollen groß werden. Sie sollen sich sicher, gesund und wohl im eigenen Körper fühlen. Wir wollen:
Emotionen gehören zum Alltag und sind grundlegend für das kindliche Handeln. Um emotionale Intelligenz zu fördern, ist es uns wichtig:
Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und besonders Kleinkinder entdecken die Welt durch sehen, beobachten, hören, tasten, fühlen, riechen, schmecken. Deswegen möchten wir:
Kinder lernen sprechen über Nachahmung. Eine wertschätzende Haltung dem Kind gegenüber, die sich auch in der Sprache ausdrückt, ist die beste Grundlage für eine gelingende Sprachentwicklung. Uns ist es wichtig:
Es ist ein ureigener Drang des Kindes, sich die Welt zu erschließen und seinen Horizont zu erweitern. Spielerisch erprobt es, entdeckt Zusammenhänge und kann „begreifen“. Dabei sind unsere Ziele:
Vom ersten Tag an wirkt die Umwelt auf die Kinder. Sie wirkt gefühlsansteckend. Deswegen ist eine positive Grundeinstellung wichtig, um den Kindern eine Orientierung zu geben. Sie sollen bei uns:
Gruppenraum als “ zusätzliche Erzieherin”
Kinder unter drei Jahren brauchen Räume, die sie auffordern:
· Durch aktives Handeln Erfahrungen zu machen
· Zu experimentieren und zu forschen
· Sich zu anderen zu gesellen, aber auch, sich zurück zu ziehen
· Sich zu bewegen und sich zu entspannen
Dafür ist unsere Kleinstkindgruppe in verschiedene Bereiche aufgeteilt:
B) Bereich für großräumige Bewegung (Bewegungsraum, Garten): Mit unterschiedlichen Ebenen, mit Möglichkeit zum Steigern, Klettern, Schaukeln, Krabbeln, Schwingen, Kriechen, Hüpfen, Rutschen, Sandeln…
C) Bereich mit unterschiedlichem Gestaltungsmaterial
D) (Bei Bedarf) Bereich zum Ausruhen: Liegefläche für einzelne oder für mehrere Kinder, dezentes Licht und sanfte Musik, Kuscheltiere…
E) Bereich zum Vespern (runder Tisch für eine ruhige, kommunikative Atmosphäre)
F) Bereich für erste Rollenspiele: Verkleidungsutensilien, Material zum Stapeln und Transportieren …
G) Bereich zur Bilderbuchbetrachtung, zum Erzählen
Die Grundausstattung für unseren Raum als Bildungsraum:
- Stufen, Treppen
- Schräge Ebenen
- Hängematten und Hängesessel
- Schüsseln mit Erbsen, Korken, Kastanien…zum Umfüllen
- Ecke zum Zurückziehen
- Hocker zum vielfältigen Gebrauch
- Kleister und Materialien zum Experimentieren und Malen
- Spiegel
- Tastgeländer
Sanfter Übergang von der Familie in die Krippe
Für das Kleinstkind bedeutet der Besuch der neuen Institution sich in einer fremden Welt, in unbekannten Räumen und bei fremden Menschen zurecht zu finden. Der Eingewöhnungsprozess muss so gestaltet sein, dass das Kind die Erfahrung machen kann: „Ich werde nicht allein gelassen, ich bekomme Unterstützung, solange ich sie brauche“.
Um einen möglichst sanften Übergang von der Familie in unsere Kleinkindgruppe zu ermöglichen, orientieren wir uns an dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Der Ablauf der Eingewöhnung sieht bei uns wie folgt aus:
Aufnahmegespräch: Informationsaustausch zwischen Eltern und Kindergartenleitung
Die ersten zwei Tage: Das Kind hält sich gemeinsam mit seiner vertrauten Bindungsperson eine Stunde im Kindergarten auf. Das Elternteil begleitet das Kind mit Aufmerksamkeit, ohne jedoch aktiv in das Gruppengeschehen einzugreifen. Es dient dem Kind in der neuen Situation als „sichere Basis“. Die Kontaktaufnahme der Erzieherin orientiert sich am Verhalten des Kindes.
Am dritten Tag: Ein erster Trennungsversuch wird von der Mutter unternommen (10 bis 30 Minuten je nach Kind)
Die Länge der Abwesenheit der Eltern wird täglich neu abgesprochen, je nach Verhalten des Kindes. Die Eingewöhnung dauert so lange (bis zu drei Wochen), bis das Kind eine sichere Bindung an seine Erzieherin aufgebaut hat. Wenn möglich, sollte das Kind noch weitere zwei Wochen lang nur bis 3 Stunden in den Kindergarten gebracht werden, damit seine Anpassungsfähigkeit nicht überbeansprucht wird.
Sicherheit und Orientierung durch einen strukturierten Tagesablauf
Wir möchten den Kindern einen Tagesablauf anbieten, der durch feste Zeiten für bestimmte Tätigkeiten strukturiert ist. Das gibt gerade jüngeren Kindern Sicherheit und Orientierung.
MöglicherTagesablauf:
· 7.30h –9.00h: Ankommen der Kinder beider Gruppen (Groß und Klein) im Bewegungsraum/ freies Frühstück
· 9.00h - 10.30h : Freispiel / Angebote in der Kleinkindgruppe
· 10.30h : Gemeinsames Essen
· 10.45 h: Spiel und Bewegung draußen oder im Bewegungsraum
· 11.30h: Sitzkreis
· Ab 12.00h: Freispiel draußen oder im Bewegungsraum mit den „Großen"